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Nasrin Sotoudeh

07.09.2018
Verschlechterung der Lage im Iran:
Nasrin Sotoudeh wurde erneut verhaftet, weil sie sich als Anwältin für die Rechte der Frauen eingesetzt hat. Amnesty International fordert ihre sofortige Freilassung. Mit neuen Aktionen setzen wir uns für ihre Freiheit ein!

2013
„Unsere“ Menschenrechtsanwältin ist endlich frei!


Ein wunderbarer Erfolg unserer Arbeit!

Die Iranerin Nasrin Sotoudeh ist eine bekannte Menschenrechtsanwältin, 49 Jahre alt und Mutter zweier Kinder. Sie setzte sich als Anwältin bevorzugt für Jugendliche ein, denen die Todesstrafe drohte, für politische Gefangene und Menschenrechtsverteidiger.
Im Januar 2011 wurde Nasrin Sotoudeh von einem Revolutionsgericht nach einem unfairen Verfahren wegen „Verbreitung von Propaganda gegen das System“ und „Handlungen gegen die nationale Sicherheit“ und wegen der Mitgliedschaft im Zentrum für Menschenrechtsverteidiger in Teheran zu zuerst 11 Jahren Haft verurteilt, die Strafe wurde nach einem Berufungsverfahren auf sechs Jahre gemindert. Außerdem erhielt sie ein Berufsverbot für zehn Jahre. Seit ihrer Verhaftung befindet sich Nasrin Sotoudeh im Evin-Gefängnis in Teheran, längere Zeit in Einzelhaft.
Die Inhaftierung der Anwältin sahen wir als einen Versuch der iranischen Behörden, oppositionelle Stimmen im ganzen Lande zu unterdrücken. Besonders Rechtsanwälte aus dem Umkreis des Zentrums für Menschenrechte, sind davon betroffen.


Nasrin Sotoudeh
Die iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh © Payvand.com

Link zur Amnesty-Meldung

Die Familie von Nasrin Sotoudeh war von Seiten der Behörden heftigen Schikanen und Kurzinhaftierungen ausgesetzt. Auch wurden Besuche der Familie nicht in dem in der iranischen Strafprozessordnung vorgesehenen Umfang erlaubt. So durfte die Inhaftierte ihre Kinder nur hinter einer Trennscheibe sehen, der 13jährigen Tochter wurden Besuche untersagt, da sie angeblich die Kleiderordnung nicht eingehalten habe, ein Reiseverbot gegen sie wurde ohne Angabe von Gründen verhängt, ebenso gegen den Ehemann von Sotoudeh. Die Schikanen wurden dann nach einem Hungerstreik von Nasrin Sotoudeh Ende 2012 teilweise zurück genommen. Sie beendete den Streik nach 49 Tagen und am Rande des Todes.
Im Januar 2013 befand sich Nasrin Sotoudeh für drei Tage auf Heimurlaub. Auf dabei aufgenommenen Bildern sieht man eine kränklich aussehende und abgemagerte Frau, aus deren Augen Zuversicht strahlt. Während ihres Hungerstreiks wurde ihr – zusammen mit dem iranischen Filmemacher Jafar Pahani – von der europäischen Union der Sacharow-Preis für Meinungsfreiheit verliehen. Nach einem mehrtätigen Hafturlaub anlässlich des persischen Neujahrsfestes am 20. März ist Nasrin Sotoudeh jetzt wieder in Haft.
Doch im September wurde sie freigelassen.

Wir hoffen, für immer! Vielleicht hat unser ständiges Insistieren zur Freilassung beigetragen!

Menschenrechtsarbeit ist nicht umsonst!

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